Kommentar

Trio für Horn, Violine & Klavier (1988-89)
Horn, Violine, Klavier, 34

Helles, leises Licht, Seite für Seite über lange Zeit komponiert Erinnerungen ohne Rückblick an evtl. schon Vorgekommenes, ständige Veränderung, Wandlung von vermeintlich ähnlichem. Wahrnehmung von vermeintlich ähnlichem.
Immer wieder vergessen, was sein wird, nur hören, was vergeht.
Wenn Beziehungen entstehen, verschwimmen (und erstarren) sie gleichzeitig. Extreme Spielanweisungen, die, gerade noch ausführbar, Intensität, Gesten oder Geräuschhaftes erzeugen.
Sich immer weiter von einem Moment zu neuen bewegend heben sich die Momente auf und werden zum Fluß.
Es geschieht einiges in eineinhalb Jahren Spuren werden nicht hinterlassen, wenngleich Erinnerungen. Der lebende Klang wandelt sich ohne Einhalt. Nur der Mensch hält ein, wenn er zu leben aufhört, aufhört wahrzunehmen und gleichbleibend analysierbar wird.
Durchaus für Christoph, Benno und Mathias geschrieben.
Das Trio versucht in ständigen Extremwerten, durch absolute Konzentration auf mikroskopischen Puls zum energetischen Zeitraffer zu werden.
Ein Horn-, Violine- und Klavierstück aus Dialog mit Ereignissen und Nichtexistentem. Bin gespannt, wie langsam es atmen wir
d.
Dezember 1990

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